FRISEUM Konzept

Ausstellungen im Digitalen Zeitalter sind agil und andersrum.

 

Sie sind populär und dialogisch, körperlich und lebendig, intuitiv und spielerisch. Dafür braucht es Formate, die experimentieren und involvieren, die bewegen, konfrontieren und in Frage stellen. Die Regeln brechen.

 

Deswegen entsteht das FRISEUM von Beginn an in einem partizipativen, Co-Kuratierten Prozess. KünstlerInnen reichen auf der – vom NRW-Forum und dem Museum Ulm ins Leben gerufenen und von der Kulturstiftung des Bundes geförderten – Plattform nextmuseum.io ihre Kunstwerke ein. Das Kuratorenteam wählte 20 Kunstwerke aus. Das Publikum hat die Möglichkeit, drei weitere Kunstwerke zu nominieren (zum Voting).

 

Ausgewählte Exponate aus den Sammlungsbeständen großer Häuser (Hessisches Landesmuseum, Friseur Museum Neu-Ulm, Wien Museum, etc.) sollen die Ausstellung sinnvoll ergänzen. Gleichzeitig erwächst Szenographie und Architektur aus dem Miteinander von Partnern, Experten und Initiatoren. Wie viele Kunstwerke schließlich in der Ausstellung gezeigt werden können, entscheidet sich im Prozess.

 

Raum für gesellschaftlichen Dialog

 

Das FRISEUM behandelt Menschen aller Geschlechter, Hauttypen und Frisuren mit Respekt.

Es grenzt nicht aus, sondern verbindet, denkt nicht eurozentrisch, sondern international. Soziale Fragen rund um Religion, Geschlechterrollen oder Sexualität stehen historischen Fragen rund um Epochenmerkmale, Herrschaftsstrukturen und Politik gegenüber – immer mit dem Anspruch nachhaltiger, musealer Kulturarbeit und gleichzeitig einem ausgeprägten Bewusstsein für Humor.

 

Ausstellungsinhalte werden in einer gesunden Mischung aus Information und Unterhaltung inszeniert – die Gestaltung wirkt körperlich und lebendig, intuitiv und spielerisch. Das derart vermittelte Raumgefühl ist unmittelbar und involvierend. Hier darf parfümiert, gelockt, geflochten, gefärbt und gebürstet werden.